Frankfurt am Main
Ein einfaches Dorfhaus von 1850 in Frankfurt/Bergen, Bieberschwanz, verputztes Mauerwerk, Fenstergesimse, vernünftig proportioniert.
Das Haus wurde in seiner Struktur mit seiner ortsprägenden straßenseitigen Fassade erhalten. Die neue Nutzung – Wohnräume zum Garten – bildet sich durch großzügige neue flächenbündige Aluminiumlochfenster in der vertikal holzverschalten Südfassade ab.
Um den Charakter der Fassade erhalten zu können, der im Wesentlichen durch die zahlreichen Fensteröffnungen mit Gesimsen bestimmt wird, wurde auf die Anbringung eines Wärmedämmverbundsystems verzichtet.
Das Gebäude wurde dreiseitig mittels eines mineralischen Dämmsystems innen gedämmt, der Außenputz komplett entfernt und das freigelegte Mauerwerk mit einer Kalkschlämme versehen. Alle Putze und Anstriche wurden auf Kalkbasis ausgeführt, somit ist der gesamte Wandaufbau dampfdiffusionsoffen.
Nach der Entfernung von Trennwänden im Erdgeschoss entstand auf der Südseite ein großer zusammenhängender Wohnraum über die gesamte Fassadenbreite.
Die Zwischendecke im Dachgeschoss wurde rückgebaut, der Dachraum komplett in ein Studio umgewandelt.
Treppen und Holzbalken verbleiben als Zitat in den weiß gekalkten Räumen. Alte Holzdielenböden wurden überarbeitet und ergänzt, der Boden im Erdgeschoss wurde mit unbehandelten Lärchendielen neu aufgebaut.
Projektdaten
| Projektbeschreibung | UMBAU UND SANIERUNG |
|---|---|
| Ort | FRANKFURT |
| Bauzeit | 2007 |
| Leistungsumfang | LP 1 – 9 |
| Auftraggeber | PRIVAT |
| Team | CILIA TOVAR, HENDRIK TOVAR |
| Fotos | FFM-ARCHITEKTEN. MARKUS RAUPACH |
| Auszeichnungen | DAS GOLDENE HAUS 2010, HAUPTPREIS TAG DER ARCHITEKTUR 2009 |
Publikationen
KATALOG „FRANKFURTER ARCHITEKTENSOMMER“, 2011
KATALOG „MIT AUSSENMASS – VIELE HÄUSER BILDEN DIE STADT“, 2011
DAB, 2010
FRANKFURTER RUNDSCHAU, 2010
FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG, RHEIN-MAIN, 2010